FSS logo

Jahrgangsstufe 8 in der Handwerkskammer, Frankfurt

Wie jedes Jahr haben auch jetzt wieder 45 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 in einem zweiwöchigen Praktikum die Handwerkskammer in Frankfurt besucht.
Für jeweils zweieinhalb Tage schaute jeder einmal rein in die Bereiche Sanitär- und Heizungstechnik, Metallbau, Friseur und Elektrotechnik. „Ich hätte nie gedacht, dass Friseur so ein anstrengender Beruf ist“, wundert sich der 13jährige Toni. Das lange Stehen, das genaue Scheitel-Ziehen und sorgfältige Eindrehen der Wickler – die Schülerinnen und Schüler übten sich in den Grundlagen, die auch die Azubis am Anfang lernen.
Auch in den Bereichen Metall und Sanitär standen viele praktische Übungen auf dem Programm. „Es macht viel Spaß, sich einen eigenen Handy-Halter zu bauen – und das Ergebnis ist echt toll“, freut sich Denis. Er und seine Klassenkameraden bauten im Bereich Sanitär einen Handyhalter und im Bereich Metall einen Stiftehalter für den Schreibtisch. „Diese Zeit hier ist schön – mal was anderes als immer nur Schule.“
Erste praktische Übungen im Bereich Elektro konnten die Schüler im Anlegen von einfachen Brett- und Gittermontagen machen. Sie schalteten Steckdosen auf und legten Lichtquellen mit Schaltern an. „Viele Schülerinnen und Schüler haben Talent für diesen Handwerksberuf“, staunt Joachim Weimer, Ausbildungsmeister für Energie- und Gebäudetechnik, „besonders Mädchen sollten sich wirklich nicht scheuen, diesen Beruf zu ergreifen.“
Die Ausbilder Herr Rühl sprach einigen Jugendlichen nicht nur die Eignung für den Bereich aus, in dem sie das Praktikum machten, sondern ermutigte sie sogar einen Beruf in diesem Bereich zu ergreifen. Gerade in der Sanitär- und Metall-Branche gebe es viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
„Durch diese praktischen Übungen können die Schüler herausfinden, ob sie Talent oder Spaß an dem Handwerk haben“, erklärt Jörg Sawetzki, der die Lehrgangsverwaltung der Handwerkskammer Frankfurt leitet. Er ist auch zuständig für die überbetriebliche Lehrgangsunterweisung und weiß, welche Voraussetzung zu welchem Handwerk gehören.
„Es ist wichtig, dass die Jugendlichen hier ihre Fähigkeiten ausprobieren und dann gezielt bei der späteren Berufswahl einsetzen können“, erläutert auch die Friseur-Ausbilderin Anja Treusch. „Nichts ist schlimmer als eine Ausbildung zu machen, die einem keinen Spaß macht.“
Seit 2011 ist die Friedrich-Stoltze-Schule eine der ersten Schulen, die mit der Handwerkskammer zusammenarbeitet und ihren Schülerinnen und Schülern diese Praxis-Erfahrung ermöglicht. „Wir sind sehr froh, dass wir unseren Schüler/innen dieses Praktikum im Rahmen der Beruf- und Studienorientierung anbieten können“, erläutert Katrin Sellger, die stellvertretende Schulleiterin, die die Fahrten zur Handwerkskammer begleitet hat. „Die Schüler zeigen immer wieder sehr gute Seiten, die im Unterricht so nicht zur Geltung kommen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sorgfältig und konzentriert die Schüler/innen die ihnen gestellten Aufgaben erfüllen. Insbesondere begeistert mich zu sehen, dass gerade die Mädchen viel handwerkliches Geschick zeigen. Ich hoffe, dass einige Schüler/innen aus diesem Praktikum viele Informationen für die Berufswahl auch im Handwerk mitnehmen.“

20181116131918
20181116131724
20181116131644
20181116130331
20181116105653
20181115140620
20181115142559
20181115104035
20181112141141
20181112113914

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok