Brief an die Demokratie

Marina und Jordi, Klasse R 9a

Im Politik- Unterricht der Klasse R9a wird zur Zeit das Thema “Demokratie” behandelt. Es klingt so selbstverständlich, dass Deutschland eine Demokratie ist, dass sich viele gar nicht mehr fragen, was eine demokratische Gesellschaft überhaupt ausmacht. Zum Einstieg in die Unterrichtseinheit haben die Schüler unter Anleitung von Frau Kleimann einen Brief an die Demokratie geschrieben.

Gerne möchten wir Ihnen an dieser Stelle den Brief an die Demokratie von Marina Obuch vorstellen.

 

Liebe Demokratie,

 

Ich habe schon viel von dir gehört und mich auch über dich informiert.

 Jede Person übt Kritik, ob an anderen Menschen oder Gegenständen oder Zuständen, aber man sollte keine negative Aussage machen, ohne sie auch zu begründen.

 Es heißt ,,Niemand ist perfekt’’. Auch du bist es in vielerlei Hinsicht nicht, ich hoffe, du weißt, was ich meine. Es ist nicht deine Schuld, es ist einfach so. Manches, was du möchtest, wird ausgeführt und manches eben nicht.

 Ich möchte dir gerne schreiben wie ich dazu und zu dir stehe:

 In unserem Grundgesetz heißt es in Artikel 5 Absatz 1,

dass jeder das Recht hat, seine Meinung in Wort, Schrift oder Bild frei äußern und verbreiten zu dürfen. Jedoch scheint dieses Gesetz nur für das Volk zu gelten, denn die Politiker und Politikerin haben dieses Privileg nicht und dürfen ihre Meinung nicht frei sagen. Sie sind oft an Parteibeschlüsse gebunden.

 Das Mitbestimmungsrecht, z. B. danach können wir mitentscheiden, ob wir für oder gegen etwas sind. Doch das scheint auch nicht ganz so zu stimmen wie es geschrieben steht. DER EURO, z. B., niemand wollte ihn haben, trotzdem haben wir ihn bekommen. Nicht mal darüber entscheiden ob JA oder NEIN konnten wir. Ohne gefragt zu werden, mussten wir ihn gegen unsere DM eintauschen.

 Für mich bedeutest du, liebe Demokratie, genau diese Dinge wahrzunehmen und zu beachten. Und es gibt noch mehr Dinge, die ich an dir toll finde:

 Gleichberechtigung für Männer und Frauen. Früher wurden die Frauen oft unterdrückt. Mit diesem Gesetz haben wir sie eine Chance ihr Leben frei zu gestalten.

 Ich darf mir Dank dir aussuchen, welchen Beruf ich ausüben und was und wo ich arbeiten möchte.

 Und auch dir zu verdanken ist das Brief und Postgeheimnis. Niemand anderes als ich darf an mich gerichtete Briefe lesen oder mein Telefon abhören.

 Kaum zu glauben, dass du schon über 2000 Jahre alt bist und aus Griechenland kommst.

Wir müssen täglich dafür sorgen, dass du uns nicht verlässt!
Es ist nicht selbstverständlich, dass du da bist.
Ich mag dich!

 Liebe Grüße von Deiner Marina             

Marina Obuch, Klasse R 9a Schuljahr 2012/13